Holzratgeber

Fragen zum Thema Parkett

Nachfolgend haben wir versucht, häufige Fragen zum Thema Parkett zu beantworten.Die von uns gegebenen Hinweise sind Empfehlungen, aus denen keinerlei Gewährleistungs- bzw. Haftungsansprüche abgeleitet werden können.

Was ist ein Parkettboden?

Wie ist ein Parkettboden aufgebaut?

Der Unterschied zwischen einem Parkett- und einem Massivholzboden?

Welche Arten von Parkettboden gibt es?

Fertigparkett als Schiffsboden oder im Landhausdielen-Format?

Was bedeutet „Sortierung“?

Welche Oberflächenstrukturen gibt es?

Lieber lackiert, naturgeölt oder naturbelassen?

Parkett richtig verlegen

Warum Parkett ölen?

Welche Parkett Marken gibt es?

 

 

Was ist ein Parkettboden?

Früher war Parkett schwere Massivholzdielen oder feine Stäbchen in aufwendiger Kleinarbeit zusammengepuzzelt und fest verklebt. Heute meinen wir beim Parkett im Wesentlichen ein Dreischichtparkett bestehend aus einer Edelholzdeckschicht, in der Mitte eine Holz- oder HDF-Mittellage und darunter ein Gegenzug aus einfachem Fichtenholz.

 

Wie ist ein Parkettboden aufgebaut?

Bei Parkettböden werden grundsätzlich zwischen Massiv- und Mehrschichtparkett unterschieden.

1.    Massivparkett

Massivparkettsorten sind zum Beispiel Stabparkett, Mosaikparkett oder ein Hochlamellenparkett. Ein Massivparkett kann 6 – 8 mal abgeschliffen werden und hat eine Haltbarkeit von 40 – 60 Jahren. Dieses Parkett sollte immer vom Fachmann mit einer vollflächigen Verklebung verlegt werden. 

2.    Mehrschichtparkett

Ein heutiges Mehrschichtparkett hat meist einen Aufbau von 2 – 3 Schichten. Die Verbindung kann eine Nut- und Feder oder eine Klickverbindung sein. Dieses Fertigparkett ist dann für eine schwimmende Verlegung geeignet. Die Oberfläche ist geölt oder lackiert und hat eine Haltbarkeit zwischen 20 – 30 Jahren.

 3.    Zweischichtparkett

Ein Zweischichtparkett besteht aus einer 2,5 bis 6 mm starken Edelholz-Deckschicht und einem Trägermaterial quer zur Deckschicht. Meist besteht die Trägerplatte aus unterschiedlichen Materialien. Es können massive Fichte- oder Kieferholzstäbe oder auch ein anderes Plattenmaterial sein.

4.    Dreischichtparkett

Ein Dreischichtparkett besteht hat oben eine Edelholzdeckschicht, in der Mitte eine Holz- oder HDF-Mittellage und darunter ein Gegenzug aus einfachem Fichtenholz. Dieser Aufbau hat den Vorteil, dass modernes Parkett, auch unter Einwirkung von Wärme und wechselnder Luftfeuchtigkeit, seine Form behält und sich nicht krümmt. Durch innovative Klick-Systeme lassen sich diese Böden einfach auch schwimmend verlegen. Der Boden muss also nicht mehr unbedingt mit dem Unterboden verklebt werden.

 

Der Unterschied zwischen einem Parkett- und einem Massivholzboden?

Eine Massivholzdiele ist aus einem kompletten Stück Holz geformt. Ein Parkett hat einen mehrschichtigen Aufbau. Massivholzdielen haben immer eine Nut- und Feder-Verbindung. Eine weitere Beschreibung finden Sie im Bereich Massivholzdielen der Mediathek.

 

Welche Arten von Parkettboden gibt es?

Die Arten des Parkettbodens lassen sich in Einschicht- oder Massivparkett oder in ein Mehrschichtparkettboden aufteilen. Ein Massivparkett kann kann z. B. ein ein Mosaikparkett oder ein Hochlamellenparkett sein. Dieser Parkettboden hat lediglich eine einzige Schicht und besteht aus massivem Vollholz. Ein Mehrschichtparkett setzt sich dagegen aus 2 oder mehr Schichten zusammen.


Fertigparkett als Schiffsboden oder im Landhausdielen-Format?

Das verbreiteste Format im Markt ist  heute eine Schiffsboden- oder eine Landhausdielen-Optik. Bei einer Schiffsbodenoptik besteht die Oberfläche durch drei versetzt nebeneinander liegende Stabelemente. Man nennt dies auch ein 3-stab-Parkett. Landhausdielen bestehen durchgängig aus einem Stabelement (1-stab-Parkett).

 

Was bedeutet „Sortierung“?

Holz ist nicht gleich Holz – auch wenn es vom gleichen Baum kommt. Das Kernholz eines Baumes hat eine andere Optik als das Holz, welches vom Außenbereich eines Stammes kommt. Kommt das Holz stärker aus dem oberen Bereich eines Baumes, so ist es stärker mit Ästen durchzogen als ein Holz aus dem unteren Bereich.


Unter der Sortierung versteht man daher die Farb- und Strukturmischung des gesamten Bodens.  Es gibt viele Kriterien, die über den typischen Charakter einer Sortierung entscheiden wie z. Beispiel Baumart, Holzmaserung und Astanteil.

 

Welche Oberflächenstrukturen gibt es?

Heutzutage sind die gängigsten Fertigparkett-Formate der Schiffsboden oder die Landhausdiele. Diese Parkettsorten unterscheiden sich primär im Aufbau der Oberfläche oder Nutzschicht.  Hierbei wir meist unterschieden in einem 1-stab-Parkett (Landhausdielenoptik), einem 2-stab-Parkett oder einem 3-stab-Parkett (Schiffsboden).

 

Lieber lackiert, naturgeölt oder naturbelassen?

Die Oberflächenbehandlung versucht die natürliche Austrahlung des Parkettbodens zu erhalten. Sie können sich für verschiedene Oberflächenbehandlungen entscheiden. Lackierte Oberflächen sind besonders strapazierfähig und pflegeleicht. Eine geölte Oberfläche bringt die natürliche Holzstruktur des Bodens besonders zur Geltung. Wir versuchen in unserem Angebot die gesamte Bandbreite des Angebots für Sie abzudecken. Bei Fragen sprechen Sie uns an.

 

Parkett richtig verlegen

1. Empfohlene Werkzeuge, Material und Zubehör

  • Besen oder Staubsauger

  • 7 mm starke Abstandshalter

  • Holz - und oder Zementmessgerät

  • Zentimetermaß

  • Wasserwage

  • Zimmermannshammer

  • Handsäge

  • Elektrische Säge

  • Zugeisen

  • Schlagklotz

Eine Schutzbrille sollte während des Verlegens getragen werden.

2. Vorbereitung, Checkliste

Die Verlegung des Parkettbodens sollte stets die letzte Baumaßnahme während eines Bauprojektes oder einer Renovierung sein. Vergewissern Sie sich, dass der Untergrund trocken, rissfrei und eben ist. Das Parkett kann sowohl in Unter-, Erd- und Obergeschossen verlegt werden. Das Parkett ist nicht für Feuchträume geeignet! Falls Sie den Boden im Untergeschoss verlegen, vergewissern Sie sich vorher, dass das Fundament eben, riss- und feuchtigkeitsfrei ist und auch bleiben wird. Um Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, prüfen Sie den Untergrund mit geeigneten Mitteln auf seinen Feuchtigkeitsgehalt.

Heizung- und eventuelle Klimaanlagen müssen installiert und funktionstüchtig sein bevor der Parkettboden verlegt wird. Eine konstante Raumtemperatur von 24 °C und eine relative Luftfeuchtigkeit von 40% bis 60% RH müssen mindestens 14 Tage vor, während und nach der Verlegung eingehalten werden, damit sich der Holzboden akklimatisieren kann. Lassen Sie die Dielen mindestens 48 Stunden vor der Verlegung ungeöffnet im Karton bei Zimmertemperatur akklimatisieren! Lassen Sie mindestens 10 cm Raum zwischen Palette/ Parkettkarton und Boden, damit die Luft zirkulieren kann. Jeder Karton darf erst kurz vor der Installation geöffnet werden!

3. Unterbodenvorbereitung

Der Unterboden muss sauber, trocken, eben und rissfrei sein. Unregelmäßigkeiten dürfen nicht mehr als 1,5mm auf einem Meter betragen. Wenn nötig, gleichen Sie den Unterboden entsprechend aus und halten Sie sich dabei an die Vorgaben des Bauherrn. Betonböden müssen komplett vorbereitet und getrocknet sein mit einem maximalen Feuchtigkeitsgehalt von 2% auf Trockengewichtsbasis.

4. Anleitung zur schwimmenden Verlegung

1. Nach der Reinigung des Unterbodens rollen Sie die Dampfsperre aus. Lassen Sie die Dampfsperre zirka 20 cm überlappen. Rollen Sie die Bahnen an der längeren Wand aus.

2. Unterleger können zur Trittschaldämpfung ausgelegt werden oder um leichte Ungleichmäßigkeiten im Unterboden auszugleichen. Lassen Sie die Unterleger nicht überlappen!

3. Legen Sie eine lose Diele umgedreht gegen eine Türzarge, um die Höhe auszumessen. Schneiden Sie das Ende der Türzarge entsprechend ab und Sie bekommen die benötigte Dehnungsfuge.

4. Die Dielen sollten immer an der längeren Wand verlegt werden. Wenn es möglich ist, verlegen Sie die Dielen parallel zum Sonnenlicht oder zur Hauptlichtquelle. Bei Räumen über 80 m² muss mittig eine Dehnungsfuge gelegt werden.

5. Beginnen Sie mit der Verlegung in der linken Ecke des Raumes. Die Feder der Diele muss zur Wand zeigen. Benutzen Sie Abstandshalter, um eine Dehnungsfuge zu erhalten.

6. Legen Sie die nächste Diele an und drücken Sie sie an der Stirnseite runter, bis die Plastikfeder der Stirnseite in die Vorgängerdiele eingerastet ist. Wiederholen Sie den Vorgang, um die erste Reihe zu komplettieren.

7. Auf dem Bild sehen Sie den Schließmechanismus der Plastikfeder an der Stirnseite.

8. Sobald Sie die nächste Reihe verlegen, benutzen Sie das Endstück der vorherigen Reihe. Allerdings sollte aus optischen Gründen eine Mindestlänge von 30 cm nicht unterschritten werden.

9. Um die zweite Reihe zu verlegen, verbinden Sie die Feder mit der langen Seite der nun zu installierenden Diele mit der Nut der Diele aus der ersten Reihe, halten Sie die noch nicht verlegte Diele in einem 15° Winkel und drücken Sie sie runter.

10. Die nun folgende Diele wird wie unter Punkt 9 beschrieben verlegt, aber drücken Sie diese dann runter bis die Plastikfeder an der kurzen Seite der Diele eingerastet ist und die beiden Dielen halten. Verlegen Sie die nächsten Dielen wie in den oberen Punkten beschrieben.

11. Alle Dielen müssen gut zusammen passen. Sollten Spalten entstehen, schließen Sie diese, indem Sie leicht mit Schlagklotz und Hammer an die Diele schlagen. Schlagen Sie niemals direkt mit dem Hammer auf oder gegen die Dielen.

12. Benutzen Sie Hammer und Zugeisen, um Spalten zu schließen, die an angrenzenden Wänden oder Türzargen entstehen.

13. Um die letzten Dielen zu verlegen, muss eine Diele mit voller Länge auf die zuletzt installierte Reihe gelegt werden. Messen Sie die korrekte Breite aus, indem Sie auf diese Diele eine weitere Diele mit Abstandshalter gegen die Wand legen. Zeichnen Sie die korrekte Breite auf das untere Brett und schneiden Sie es dann durch.

14. Wenn sie die Enddiele auf die richtige Breite schneiden, kann die Plastikfeder nicht mehr benutzt werden. Nehmen Sie die Plastikfeder heraus, und tragen Sie eine ausreichende und durchgehende Menge Leim auf die untere Nutwange auf. Entfernen Sie überschüssigen Leim sofort mit einem feuchten Tuch und fixieren Sie die Dielen mit Gewicht solange der Kleber trocknet.

15. Falls eine Diele ausgetauscht werden muss, entfernen Sie zuerst die erste Diele ganz rechts im Raum und benutzen Sie entsprechendes Spezialwerkzeug, um die Plastikfeder von dieser Diele zu lösen.

16. Entfernen Sie entsprechend viele Dielen bis Sie zu der Diele kommen, die ausgetauscht werden muss. Wichtig! Bitte denken Sie daran, dass schwimmend verlegte Böden nicht mehr, auf welche Art auch immer, fixiert werden dürfen. Fixieren Sie den Boden niemals partiell mit Leim oder Nägel. Dies würde die natürliche Bewegung des Bodens behindern und schlimme Schäden verursachten, die nicht unter die Garantie fallen. Das Parkett wurde mit größter Sorgfalt hergestellt. Trotzdem ist nicht auszuschließen, dass durch die leimfreie Verbindung Quietschen oder ähnliche Geräusche bei der Benutzung des Bodens entstehen können. Dies ist kein Herstellungsfehler und deshalb kein Reklamationsgrund. Achtung! Diese Anleitung ist spezielle für den zugewiesenen Parkett Artikel zugeschnitten und für Räume, in denen ganzjährig eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 40% und 60 % liegen sollte. Sollte der Boden auf Fußbodenheizung verlegt werden, müssen Sie strikt den Anweisungen des Heizungsbauers folgen und ein Aufheizprotokoll einhalten.

17. Messen Sie bei Heizungs- oder Wasserrohre die Position und den Durchmesser aus. Entsprechende Aussparungen auf der Diele müssen ca. 10 mm breiter als gemessen ausfallen. Schneiden Sie die Diele wie im Bild gezeigt ein und legen Sie die Diele in Position. Geben Sie Kleber auf die losen Stellen und rücken Sie die Dielen zurecht.

18. Vergewissern Sie sich alle Abstandshalter entfernt zu haben, sobald Sie die Installation des Bodens beendet haben. Leisten müssen mit Nägeln oder Schrauben an der angrenzenden Wand befestigt werden um die Dehnungsfugen zur verdecken. Befestigen Sie Leisten oder ähnliches niemals direkt auf dem Parkettboden, da dies zu Schäden führen kann, sobald sich der Boden ausdehnt oder zusammenzieht.

Die Oberflächentemperatur des verlegten Bodens darf 28 °C nicht übersteigen. Bitte kontaktieren Sie vor der Verlegung auf Fußbodenheizung unbedingt uns oder den Lieferanten für weitere Informationen, um spätere Reklamationen auszuschließen. Buche, Ahorn und Kempas sind empfindlicher als andere Holzarten und sind anfälliger für Fugen und Rissbildungen. Aus diesen Gründen empfehlen wir diese Holzarten auf keinen Fall auf Fußbodenheizung zu verlegen.

 

Warum Parkett ölen?

Bei der Oberflächenbehandlung von Parkett wird zwischen drei unterschiedlichen Beschichtungen unterschieden. Eine Beschichtung findet mit Öl, Wachs oder Lack statt. Je nach Anwendungsbereich und Geschmack haben alle Varianten Vor- und Nachteile.

Für eine natürliche und warme Optik sorgen geölte und gewachste Oberflächen. Lack verschließt die Holzporen und nimmt dadurch den natürlichen Gesamteindruck der Oberfläche. Hat aber den Vorteil, dass das Parkett widerstandsfähiger ist.

 

Welche Parkett Marken gibt es?

Bei uns finden Sie alle Möglichkeiten der individuellen Preisgestaltung. Die bekanntesten Marken in Deutschland sind Haro, Parador, ter Hürne, Kährs oder Meister. Wir führen im shop Markenware von Haro, Kährs ter Hürne und Meister. Diese großen Marken decken alle Preisstufen im Fertigparkett ab. Möchten Sie lieber einen Boden im Schiffsboden Design oder oder als elegante Landhausdiele haben. Bei Woodstore24 finden Sie Markenware wie auch günstige Importprodukte im Bereich Schiffsboden oder Landhausdiele.

 

PDF als Download:

Parkett verlegen Anleitung

Holzboden mit Fußbodenheizung

Parkett mit Klicksystem verlegen

Schwimmende Verlegung von Parkett

Parkett Landhausdiele verlegen

Handgehobeltes Parkett Verlegeanleitung

 

Videos:

Parkettboden Öl oder Lack

Dielenboden die richtige Wahl

Parkettboden schwimmend verlegen

Mehrschichtiger Parkettboden

Parkettboden Sortierung


Weiterführende Links:

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