Holzratgeber

Fragen zum Thermoholz Terrassendielen

Nachfolgend haben wir versucht, häufige Fragen zum Thema Thermoholz Terrassendielen für Ihren Garten zu beantworten. Die von uns gegebenen Hinweise sind Empfehlungen, aus denen keinerlei Gewährleistungs- bzw. Haftungsansprüche abgeleitet werden können.

 

Was ist ein Thermoholz ?

Wie geht das Thermoholz Produktionsverfahren ?

Aus welchen Holzarten werden Thermoholzterrassendielen produziert ?

Worin unterscheidet sich ein Thermoholz von einem normalen Holz ?

Vorteile und Nachteile von Thermoholzterrassendielen  gegenüber normalen Terrassendielen

Verlegen von Thermoholzterrassen

Welches Zubehör für die Thermoholzterrasse wird benötigt?

Die Pflege der Thermoholzterrasse

 

 

Was ist ein Thermoholz ?

Bei der Produktion eines Thermoholzes werden durch den Produktionsprozess und der damit verbundenen Hochtemperaturbehandlung die technischen Eigenschaften des Holzes wie z. B. das Quell-und Schwindverhalten, komplett verändert. Ein Thermoholz wie z. B. eine Thermoesche oder Thermofichte eignet sich daher hervorragend im Außenbereich beim Garten- und Landschaftsbau, als Terrassendielen, als Thermoholz Fassade, oder auch als Massivholzdiele oder Saunaholz im Innenbereich.


Wie geht das Thermoholz Produktionsverfahren ?

Zur Vorbereitung der eigentlichen Thermoholz Produktionsverfahren wird das Holz technisch getrocknet und vorkalibriert. Bei der Produktion wird ausschließlich Wasserdampf und Wärme und keine Chemie eingesetzt. Das Thermoholz Produktionsverfahren lässt sich dabei in drei Phasen einteilen:

  1.  Phase: Trocknung auf 0 % Holzfeuchte mit dem Ziel, das im Holz befindliche Wasser zu entfernen. So werden Trocknungsrisse bei der nachfolgenden Thermobehandlung vermieden.
  2.  Phase: Thermische Modifizierung bei 190 Grad C (Innenbereich) und bis zu 215 Grad C (Außenbereich). In dieser Hochtemperaturphase erfolgt die eigentliche Modifizierung der Holzbausteine und die chemischen     Parameter des Holzes verändern sich.
  3.  Phase: In der letzten Phase wird das Holz heruntergekühlt und auf einen Holzfeuchtegrad von 5 – 6 % eingestellt.

 

Aus welchen Holzarten werden Thermoholzterrassendielen produziert ?

Als Thermoholz für Terrassendielen werden bei uns meist mitteleuropäische Hölzer eingesetzt. Beliebt sind hier die Thermoesche (Hartholz), die sehr dekorativ aussieht. Durch das Thermoholz Verfahren entsteht bei dieser Holzart eine neue Holzgeneration mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Die Lebensdauer einer Thermoesche Terrassendiele wird bei entsprechender Pflege mit 25 – 30 Jahren angegeben.

Oder als Thermokiefer zu einem sehr attraktiven Preis. Die Kiefer ist neben der Fichte die am besten verfügbare Holzart in Europa. Das rustikale oder grobastige Erscheinungsbild kommt bei der Thermokiefer besonders zum Ausdruck. Die Lebensdauer einer Thermokiefer Terrassendiele wird bei entsprechender Pflege mit ca. 20 Jahren angegeben.

Darüber hinaus gibt es Thermoholzprodukte als Thermowalnuss, Thermofichte oder Thermomagnolia.


Worin unterscheidet sich ein Thermoholz von einem normalen Holz ?

Holz hat die Eigenschaft in einer nassen Umgebung Feuchtigkeit aufzunehmen und in einer trockenen Umgebung wieder abzugeben. Dadurch hat Holz witterungsbedingt eine geringe Dimensionsstabilität welches durch ein ständiges Quell- und Schwindverhalten des Holzes sichtbar wird.

Durch die Thermobehandlung werden dem Holz Säuren, Harze und Fette ausgetrieben und die Wasseraufnahmefähigkeit wird deutlich verringert. Entsprechend sinkt das Quell- und Schwundverhalten. Holz zerstörende Pilze haben kaum noch Angriffspunkte.


Vorteile und Nachteile von Thermoholzterrassendielen  gegenüber normalen Terrassendielen

Thermoholz Terrassen haben durch die Behandlung eine ähnlich lange Lebensdauer wie Harthölzer. Darüber hinaus hat dieses Terrassenholz weitere Vorteile, wie

  • Kaum Quell- und Schwindverhalten
  • 100 % chemiefrei und daher keine Einschränkungen beim HautkontaktKomplett recyclebar
  • Oberfläche ist sehr barfußfreundlich
  • Kein Austritt von Harzen wie z. B. bei einigen Harthölzern
  • Nur eine geringe Erhitzung der Oberfläche bei einer starken Sonneneinstrahlung

 

Verlegen von Thermoholzterrassen

Für die Verlegung Ihrer Thermoholzterrasse beziehen wir uns auf die zu den angebotenen Artikeln empfohlene Verlegeanleitung:

TENI Verlegeanleitung

Video Teni Verlegung


Welches Zubehör für die Thermoholzterrasse wird benötigt?

Als Unterkonstruktion wird unsere UK aus Thermo-Fichte empfohlen. Dielen mit horizontaler seitlicher Nutung sollten mit unserem speziellen Gecko-Terrassenclip befestigt werden. Er eignet sich sowohl für Holz als auch für Alu-Unterkonstruktion.

Dielen mit Hohlkehle sollten mit dem TENI-Clip verlegt werden. Die Hohlkehle stellt sicher, dass das Wasser immer abfließen kann.

 

Die Pflege der Thermoholzterrasse

Die für viele Besitzer einer Holzterrasse offensichtlichste Veränderung ist die Vergrauung. Die Thermoholzterrassendiele ist geschützt vor Holz zerstörenden Pilzen, allerdings nicht vor einer Vergrauung. Eine regelmäßige Reinigung der Oberfläche mit Wasser und Bürste sowie das Einölen mit einem handelsüblichen Thermoholz Öl wirkt der Vergrauung oder einer Verfärbung entgegen.

Ein regelmäßiges Ölen der Terrasse kann eine Rissbildung vermindern, völlig vermeidbar ist eine leichte Rissbildung bei Massivhölzern jedoch nicht.

 

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